Fortbildung
Sommerakademie 2024: „ÖGD-Enquete gegen Rassismus und Diskriminierung“

Datum 29.08.2024
Ort Düsseldorf
Veranstaltungsnummer X 6/2024
Veranstalter Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen
Veranstaltungsleitung Prof.in Dr. phil. Dagmar Starke
Anmeldeschluss 28.08.2024

Sommerakademie 2024: „ÖGD-Enquete gegen Rassismus und Diskriminierung“

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Ziele und Inhalt

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) und das Gesundheitswesen im Allgemeinen basieren auf einer die Würde des Menschen respektierenden Haltung. Diese ist explizit im Leitbild des ÖGD festgeschrieben. Eine ethisch reflektierte Grundhaltung ist für viele Mitarbeitende im ÖGD und im Gesundheitswesen obligatorisch. Entsprechend sind Erfahrungen und Vorwürfe von Diskriminierung oder Rassismus im beruflichen Umfeld für viele schwer vorstellbar. Es scheint sich fast zu verbieten, dass das tägliche Handeln anders aussehen könnte.
Erste Ergebnisse des Projektes „Gesundheitsämter gegen Rassismus: Gesundheitsschutz als Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“ der Universität Bielefeld lassen jedoch ein anderes Bild zutage treten. Im Rahmen von qualitativen Interviews berichten Kolleg:innen aus dem ÖGD von Rassismuserfahrungen, die sie selbst erlebt oder gegenüber Bürger:innen beobachtet haben.
In einer Zeit, in der es längst nicht mehr selbstverständlich zu sein scheint, andere Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrem Glauben oder ihrer Ethnizität gleich zu behandeln, ist es einmal mehr geboten, sich damit als ÖGD auseinanderzusetzen. Dass dieses Thema kein Tabu mehr ist, ist u. a. den umfangreichen Forschungsarbeiten zur NS-Vergangenheit des ÖGD zu verdanken.
Dass es weiterhin einer aktiven Auseinandersetzung bedarf, zeigen neben dem Bielefelder Projekt zahlreiche weitere Aktivitäten, wie beispielsweise ein Workshop im Rahmen des diesjährigen ÖGD-Kongresses, bei dem es darum ging, was aus der unrühmlichen Vergangenheit des ÖGD in der NS-Zeit gelernt werden kann, oder auch der Maßnahmenplan der Stadt Köln gegen Rassismus im Gesundheitswesen.
Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommerakademie wird die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen dieses wichtige Thema aufgreifen und gemeinsam mit den Teilnehmenden eine Positionierung erarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei die Auseinandersetzung zu dem möglichen und dem notwendigen Beitrag des ÖGD, den dieser angesichts seiner präventiven Ausrichtung für ein diskriminierungsfreies Öffentliches Gesundheitswesen leisten kann.



Zielgruppe

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitswesens

Programm

Donnerstag, 29. August 2024

11.00 Begrüßung
N.N., Ministerium für Arbeit und Gesundheit NRW
Dr. Klaus Jahn, Vorsitzender des Kuratoriums der AÖGW
Prof’in Dr. Dagmar Starke, kommissarische Leiterin der AÖGW

11:15 Warum antidiskriminierende Prävention die Demokratie stärkt
Dr. Kirsten Kappert-Gonther

11:45 Der ÖGD im Nationalsozialismus – was geht uns das heute an?
Dr. Johannes Donhauser

12:15 Umgang des ÖGD mit Sexarbeit vor dem IfSG und die Umbruchphase
Heidrun Nitschke

12:45 Diversität und Psychohygiene aus Sicht von Behandler:innen und Klient:innen
Dr. Solmaz Golsabahi-Broclawski

13:15 Kultursensible und vorbehaltlose Beratung und medizinische Versorgung im ÖGD
am Beispiel der Stadt Köln
Dr. Margot Denfeld

13:45 Wrap up
Dr. Emmanuelle Brua

14:00 Pause

15:00 Workshops in moderierten Kleingruppen
Dr. Solmaz Golsabahi-Broclawski
Dr. Emmanuelle Brua
Dr. Nicole Rosenkötter / Prof‘in Dr. Dagmar Starke

16:30 Diskussion der Enquete im Plenum

17:15 Fortsetzung als World-Café
FOOD@WORK, EG Kanzlerstraße 4

Ende des Tagesprogramms ca. 19:00 Uhr

Referierende und Moderation

Dr. Emmanuelle Brua M.A.
Freie und Hansestadt Hamburg
Bezirksamt Altona | Fachamt Gesundheit
Kinder- und Jugendgesundheitsdienst

Dr. med. Margot Denfeld
Leiterin Gesundheitsamt
Stadt Köln

Dr. med. Johannes Donhauser
Leiter Gesundheitsamt
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Dr. med. Solmaz Golsabahi-Broclawski
Referentin für Psychiatrie, Integration und Migration
AÖGW

Dr. med. Kirsten Hasper
Referentin für Begutachtung und Öffentliches Gesundheitswesen
AÖGW

Dr. med. Kirsten Kappert-Gonther, MdB
Amtierende Vorsitzende des Gesundheitsausschusses
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Deutscher Bundestag

Heidrun Nitschke
ehem. Beratungsstelle für sexuell übertragbare Erkrankungen
Gesundheitsamt der Stadt Köln

Prof‘in Dr. phil. Dagmar Starke
Leiterin (komm.) der Akademie

Anmeldung


Ihre Anmeldung nehmen Sie bitte auf unserer Homepage unter:
akademie-oegw.de/fortbildung/details/x-62024 vor.
Telefonische Vormerkungen können wir leider nicht annehmen.
Für telefonische Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter Telefon (02 11) 3 10 96 - 11 zur Verfügung.
Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung endet 24 Std. vor dem Veranstaltungstag. Später eingehende Anmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden!

Teilnahmeentgelt

Die Teilnahme ist entgeltfrei

Verpflegung

Während der Veranstaltung wird ein Imbiss bereitgestellt.

Zimmerreservierung

Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie unter anderem unter:
duesseldorf-tourismus.de
oder bei einem Anbieter Ihrer Wahl.

Anfahrt

Veranstaltungsort
Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen
Kanzlerstraße 4
40472 Düsseldorf


Benutzen Sie idealerweise den Öffentlichen Personennahverkehr, in der Regel steht kein oder nur wenig Parkraum gegen Gebühr zur Verfügung.

Hinweis Bahn Spezial


An-/Abreise mit dem Veranstaltungsticket der DB ab 99,00 Euro unter aoegw.de/lt3bg

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