Veranstaltungskalender

Auch in diesem Jahr bietet die Akademie Ihnen wieder eine Vielzahl von Fortbildungsveranstaltungen aus einem breiten Themenspektrum.

Das Veranstaltungsprogramm wird zeitnah um aktuelle Angebote ergänzt. In unserem monatlichen Newsletter halten wir Sie gern auf dem Laufenden. Den Newsletter können Sie hier abonnieren.

Hier finden Sie in chronologischer Reihenfolge unsere Veranstaltungen.

Das komplette Veranstaltungsprogramms 2020 steht Ihnen hier im PDF-Format zur Verfügung.

Januar 2021

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„Horizonte erweitern!“ Offenes Notdienst-Fortbildungs-Curriculum

Kategorie: S | Sozialpsychiatrie
Zeit: 20.01.2021
Ort:Online
Veranstalter:Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitswesens, insbesondere aus dem Bereich Sozialpsychiatrischer Dienst, Psychiatrie- und Suchtkoordination und angrenzender Dienste, Mitarbeitende der Drogen- und Suchthilfe, ambulant und stationär, mit Suchterkrankten arbeitendes medizinisches Personal, Psychotherapeut*innen, Sozialhilfeträger (Eingliederungshilfe) und andere Kostenträger, Jugendhilfe (Jugendämter), Kommunalpolitik, Lehrende/Forschende und Studierende

+++Die Anmeldefrist für Paketbuchungen ist bis zum 12.01.2021 verlängert worden!+++

Inhalte

Die Drogen- und Suchthilfe sind „weite Felder“ in anhaltender Ausdehnung und rasanter Veränderung. Die Komplexität der Aufgaben, die unter erschwerten Umständen zu bewältigen sind, hat noch nie erlebte Ausmaße angenommen. Der Handlungsdruck betrifft den Alltag in verschiedensten Beratungs- und Versorgungssettings, ebenso aber die strategischen Orientierungen aller involvierten Akteure und Institutionen. Auch von „Paradigmenwechsel“ ist die Rede, ohne dass bereits rundum klar wäre, was das alles meint. Wo z.B. veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen für die Leistungserbringung existenzielle Wirkungen haben, können notwendige grundsätzliche Überlegungen provoziert, ebenso aber an den Rand gedrängt werden. „Horizonte erweitern!“ trotz oder wegen gehetzter Fokussierung auf das Drängendste, „Zukunftsfähigkeit“ sichern bei laufender Aufgabenerfüllung, Pragmatismus, Innovation, konsequente Personenzentrierung, Veränderungsorientierung im Sinne von höherer Lebensqualität und Autonomie-Gewinn statt Resignation angesichts multimorbider Menschen in behindernden Verhältnissen…

Wie eine „moderne“, d. h. auch wissenschaftlich unterfütterte und ethisch reflektierte Suchthilfe aussehen sollte, wird sich durch eine gründliche historische Rückwendung besser verstehen lassen.
Ein angemessener Umgang mit Traumatisierungen kann gelingen, wenn die damit verbundenen Herausforderungen noch besser gerüstet, kultur- und gendersensibel angegangen werden. Dazu bedarf es grundsätzlicher Nachdenklichkeit und der Vermittlung wichtiger Haltungen, Wissensbestände und methodischer Kompetenzen.

Auch Migration wird ganz gewiss ein uns dauerhaft begleitendes Phänomen bleiben, damit zusammenhängende Versorgungsbedarfe prägen schon seit Jahren den Alltag der Hilfesysteme. Was dabei zu lernen war und gelang, muss explizit Thema werden.
Mit temporär geächteten psychoaktiven Substanzen zur Unterstützung notwendiger Behandlungen möglichst pragmatisch umzugehen, ist ein Gebot von Humanität, die Verhinderung möglicherweise hilfreicher Medikation grenzt an „unterlassene Hilfeleistung“.

Familienorientierung in der Zusammenführung von Sucht- und Jugendhilfe flächendeckend durchzusetzen kann besser gelingen, wenn der Schutz und die Förderung von Kindern aus belasteten Familien in der Ausbildung verschiedener Berufsgruppen verbindlich in den Curricula verankert sind.
Noch nicht bekannt und präsent genug sind therapeutische Modelle, durch die regelmäßige Ohnmachtserfahrungen bei der Behandlung besonders schwer erkrankter Klientel reduziert werden können. Integrierte Versorgung als gesetzlicher Anspruch, erfordert auch hier die Zusammenarbeit aller involvierten Professionen.

Schwellen und Barrieren einzuebnen und in „Kontakt“ zu kommen, um Hilfeprozesse zu ermöglichen – das sind und bleiben „Dauerbrenner“-Themen bei der psychosozialen Versorgung schwer erkrankter Menschen.

Wie es dem Versorgungspersonal am ehesten gelingen kann, in derartigen Arbeitsfeldern auch langfristig, zu leben und zu überleben, welche Möglichkeiten der „Selbstfürsorge“ bereits erkannt, erprobt und erlernbar sind, ist ebenfalls obligatorisches Thema.

Veranstaltungsleitung:
Dr. phil. Bernd Westermann, Annette Fröhmel

Veranstaltungsort:
Online-Seminar
(Bitte beachten Sie die Informationen im Flyer.)

 

 

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