Pilotprojekt zur Gewaltprävention in Kindertageseinrichtungen: „Mutausbruch“

 

„Mutausbruch – füreinander stark machen“ unter diesem Motto initiierten der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. ein Pilotprojekt für Kindertagesstätten zur Gewaltprävention.

Der Alltag in Kitas prägt Kinder für ihr zukünftiges Leben und legt den Grundstein für ein gesunde Persönlichkeitsentwicklung. In Stresssituationen können auch erfahrene Fachkräfte oder Eltern einmal an ihre Grenzen kommen. Ignorieren, Ausgrenzen oder Anschreien gehören beispielsweise zu verletzenden Verhaltensweisen gegenüber Kindern. Sie sollen ein solch schädigendes Verhalten nicht erleben müssen. Hier setzt das Projekt „Mutausbruch – füreinander stark machen“ an: Die teilnehmenden Kitas entwickeln zusammen mit einem Expert:innenteam Handlungsstrategien, um den anstrengenden Alltag in den Kitas zu meistern. Das Pilotprojekt möchte Eltern, Kinder und Fachkräfte unterstützen, ein positives Konfliktmanagement zu erlernen, damit sie Konflikte grundsätzlich konstruktiv und gewaltfrei lösen können.

Am 27. April starteten 25 Kitas aus den Regionen Berlin/Brandenburg, Koblenz/Bonn und Freiburg/Hochschwarzwald in die Pilotphase. 18 Monate lang erhalten Kinder, Eltern und Fachkräfte begleitende Fortbildungen, Beratungen und Coachings. Das Projekt wird wissenschaftlich betreut und evaluiert.

In Deutschland gibt es 58.500 Kitas mit 2,9 Millionen betreuten Kindern. Anlässlich des „Tags der gewaltfreien Erziehung“ am 30. April hat der PKV-Verband die wichtigsten Fakten zum herausfordernden Alltag in Kindertagesstätten in einer digitalen Broschüre zusammengestellt. Sie können diese als PDF hier herunterladen.