Erster Beiratsbericht des „Paktes ÖGD“ veröffentlicht

Der Bericht gibt konkrete Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Entwicklung der Strukturen im ÖGD.

 

 

Der Beirat zur Beratung zukunftsfähiger Strukturen im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Umsetzung des Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst – kurz „Pakt ÖGD“ – hat seinen ersten Bericht Bund und Ländern vorgelegt: „Empfehlungen zur Weiterentwicklung des ÖGD zur besseren Vorbereitung auf Pandemien und gesundheitliche Notlagen. Strukturelle und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.“
„Der Bericht ist ein wichtiges Angebot, das Bund und Länder bei der Umsetzung des Paktes für den ÖGD unterstützt.“, sagt Dr. Ute Teichert, Vorsitzende des Beirats Pakt ÖGD.

Der Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst
Eine Pandemie betrifft alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Diese Krisen-Erfahrung macht entsprechend umfassende Maßnahmen erforderlich, um Corona oder andere pandemische Erkrankungen erfolgreich und nachhaltig bewältigen zu können. Vor diesem Hintergrund haben die Gesundheitsminister:innen von Bund und Ländern den Pakt für den ÖGD vereinbart. Er ist am 29. September 2020 von der Bundeskanzlerin und den Regierungschef:innen der Länder beschlossen worden. Die Gesundheitsämter und der ÖGD sollen bundesweit personell und strukturell verstärkt, technisch besser ausgestattet und vernetzt werden.

Der Beirat Pakt ÖGD
Der Beirat Pakt ÖGD ist als unabhängiges Gremium von der Bundesregierung und der Ministerpräsidentenkonferenz der Bundesländer (MPK) für die Dauer von zwei Jahren ins Leben gerufen worden. Seine Aufgabe ist es, dem Pakt entsprechend, gesundheitspolitische Weichenstellungen für den ÖGD zu entwickeln, einzuleiten und ihn bei der Umsetzung in die Praxis zu unterstützen.

Der Beiratsbericht
Der erste Beiratsbericht gibt jetzt konkrete Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Entwicklung der Strukturen im ÖGD. Die Empfehlungen sollen dem ÖGD helfen, bevölkerungsmedizinische Aufgaben in der Zukunft besser wahrnehmen zu können. Dazu gehören u.a. Gesundheitsförderung, -planung, Gesundheitsangebote sowie Infektionsschutz und –beratung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der besseren Vorbereitung auf Pandemien und gesundheitliche Notlagen sowie auf der Etablierung eines zukunftsfähigen Krisenmanagements durch den ÖGD. Hier spielt die Digitalisierung eine besonders wichtige Rolle. Es sollen zunächst die Bedarfe der Gesundheitsämter hinsichtlich der Digitalisierung systematisch erfasst werden sowie digitale Abläufe verbessert und vereinheitlicht werden. Darüber hinaus empfiehlt der Beirat eine Stärkung von Forschung, Aus- und Weiterbildung im ÖGD sowie eine intensivere Zusammenarbeit des ÖGD mit universitären und akademischen Einrichtungen, eine bessere Vernetzung von Forschung und Lehre und eine stärkere Akademisierung aller Forschungsbereiche.

▼ Beiratsbericht zum Herunterladen (PDF, 380 KB)