Corona: Dunkelziffer trotz rückläufiger Infektionszahlen hoch

Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete Zahl der Corona-Infektionen bildet das Infektionsgeschehen nur unzureichend ab.

Bundesweit wird die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 zwar kleiner, es wird jedoch auch seltener getestet. Der Verband der Labore Deutschlands sieht daher in den rückläufigen Infektionszahlen keinen Beleg für ein Abklingen der Omikron-Welle.

Wahrscheinlich sind viele Menschen infiziert, ohne dass sie in der Statistik auftauchen. Viele Infektionen werden nicht erkannt und daher nicht gemeldet. Auch testen sich viele Erkrankte nur mit Schnelltests Zuhause. In der Statistik werden jedoch nur Corona-Infektionen gezählt, die durch einen PCR-Test belegt sind.

Auch wenn die Labore immer weniger PCR-Tests bearbeiten müssen, bleibt der Anteil der positiven Fälle unter den Tests mit 53 Prozent unverändert hoch. Die Dunkelziffer nicht erfasster und dem RKI nicht gemeldeter Omikron-Fälle ist daher wahrscheinlich hoch. Einer Studie zufolge muss tatsächlich von einer etwa doppelten Zahl von Infektionen ausgegangen werden.

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