Bewertungsprozess für digitale Tools – Website p-dt.org startet

„Das Projektbüro ist ein wichtiger Baustein in einem effizienten und transparenten Digitalisierungsprozess“, sagt Prof.in Dr. Dagmar Starke, kommissarische Leiterin der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW), bei der das Projektbüro angesiedelt ist. Eine solche zentrale Stelle fehle bis dato. Das führte dazu, dass Anbieter von innovativen Lösungen viel Zeit in die Suche nach Ansprechpartner:innen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) investieren mussten, wo es für solche Fragen keinen zentralen Kontaktpunkt gab. Dies ändert sich mit dem PDT.

Jede:r Anbieter:in kann eine digitale Anwendung nun nach definierten Kriterien bewerten lassen. Mit dem aktuellen Start der Website p-dt.org ist ein Einreichen von Dokumenten zu den jeweiligen Projekten unkompliziert online möglich. Die Teilnahme an der Bewertung ist freiwillig. Das PDT spricht geeigneten Tools eine Empfehlung aus. Vor dem tatsächlichen Einsatz sind noch landesspezifische Prüfungen nötig, zum Beispiel im Bereich des Datenschutzes – und natürlich der Abschluss entsprechender Vereinbarungen, die die Finanzierung regeln.

Zwei Beiräte im Zentrum
Im Zentrum des PDT-Prozesses stehen zwei Beiräte, die sich intensiv mit den eingereichten Tools beschäftigen. Im fachlichen Beirat sitzen Vertreter:innen aus verschiedenen Ebenen des ÖGD, die zudem unterschiedlichen Fachrichtungen angehören. Der technische Beirat setzt sich aus Vertreter:innen verschiedener Institutionen und Expert:innen zusammen, die die Einsatzfähigkeit des Tools in rechtlicher, technischer und semantischer Hinsicht beurteilen. Dazu gehören etwa der Datenschutz und die Interoperabilität. Die Beurteilung orientiert sich an festgelegten Quality Gates, die das PDT in Zusammenarbeit mit Expert:innen fixiert hat. „Konkret handelt es sich um Checklisten bzw. Fragenkataloge, die systematisch abgearbeitet werden“, erläutert Frank Naundorf, Leiter Digitales und Kommunikation der AÖGW. „Tools, die den Prozess erfolgreich durchlaufen haben, werden auf der Website veröffentlicht“, sagt Naundorf. So entsteht im Laufe der Zeit eine Übersicht über geeignete digitale Anwendungen für die Gesundheitsämter.

Die Website ist abrufbar unter www.p-dt.org.