„Mehr Gesundheit für alle“ – 3. Zukunftsforum stellt Roadmap vor

Mit einer Public Health-Strategie für Deutschland wollen Experten zukünftig die Gesundheit der Menschen in Deutschland schützen, erhalten und verbessern.

 

 

 

 

 

Es sind häufig nicht-medizinische Entscheidungen, die große Effekte auf die Gesundheit der Bevölkerung haben: Feinstaub, Fahrradfahren, Essen in der Schule, gute Bildung – das Spektrum ist breit. Investition in Gesundheit ist dabei immer auch Investition in Wohlstand und Wohlergehen. Das ist das Ergebnis einer Arbeitstagung von 300 Experten und Entscheidungsträgern aus Wissenschaft und Praxis deutschlandweit. Sie diskutierten die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen an die Gesundheit der Menschen in Deutschland.

Gute Gesundheit ist nicht einfach ein natürlicher Zustand, sondern verlangt immer auch koordinierte menschliche Anstrengungen. Es geht dabei um den Zugang zur gesundheitlichen Versorgung und deren Qualität, um die Qualität von Luft, Wasser und Boden, um gesunde Städte und gesunde natürliche Umwelten, um gesunde Arbeits- und Lebenswelten und um bestmögliche gesundheitliche Chancen für alle.

„Um mehr Gesundheit für alle zu erreichen, muss Gesundheit ein Querschnittsthema in allen Politikfeldern werden“, sagt Susanne Moebus, Professorin für Urbane Epidemiologie des Universitätsklinikums Essen. „Die Cholera wurde vor allem durch sauberes Wasser und ein funktionierendes Abwassersystem besiegt, eine Idee aus dem damals neuen Wissensfeld der Hygiene. Wir brauchen heute einen globalen Ansatz, der wissensbasiert und handlungsorientiert ist, eine weltweite Perspektive einnimmt und gleichzeitig Gesundheit in den vielen nur scheinbar kleinen politischen Entscheidungen vor Ort mitdenkt.“

Die Road Map „Mehr Gesundheit für alle“ des Zukunftsforums fordert eine solche deutschlandweite, politikfeldübergreifende Strategie für Öffentliche Gesundheit (englisch: Public Health), welche in den kommenden drei Jahren gemeinschaftlich ausgearbeitet und umgesetzt wird. Dazu haben die Experten schon jetzt themenspezifische Arbeitsgruppen gebildet.