So will der Rhein-Lahn-Kreis Hausärzte anlocken

 

 

 

Wie bekommt man Haus- und Fachärzte in ländliche Regionen? Um die medizinische Versorgung zukünftig sicherzustellen, hat sich der Rhein-Lahn-Kreis etwas einfallen lassen. Im Rahmen eines Ärzte-Nachwuchs-Programmes bietet der Kreis jungen Studierenden der Humanmedizin ein Stipendium an, um sie bei der Fortführung ihres Studiums zu unterstützen. Potentielle Hausärzte/-innen sollen dabei mit bis zu 27.000 Euro gefördert werden. Auch eine Unterstützung bei der Wohnungs-, Kitaplatz- und Arbeitsplatzsuche der Partner/in wird geboten. Die Idee dahinter ist, angehenden Hausärzten/-innen eine Perspektive zu bieten, um gemeinsam die hausärztliche Versorgung im Rhein-Lahn-Kreis in der Zukunft sicherzustellen. Die Medizinstudierenden sagen im Gegenzug zu, die Weiterbildung zum Facharzt/-ärztin für Allgemeinmedizin im Rhein-Lahn-Kreis zu absolvieren und an der vertragsärztlichen Versorgung im Kreis für 5 Jahre mitzuwirken.

Dies ist nur ein Beispiel von vielen, wie der Ärztemangel Kommunen zum Handeln zwingt.
Das Problem, freie Arztstellen nicht besetzen zu können, kennen auch die Gesundheitsämter. Im Öffentlichen Gesundheitsdienst fehlt seit langem der Ärztenachwuchs. Der Hauptgrund ist hier, dass die Stellen wegen der deutlich schlechteren Bezahlung in Krankenhäusern und Kliniken sowie beim Medizinischen Dienst nicht neu besetzt werden. Es gibt inzwischen aber Städte, die neue Wege gehen. So bietet z. B. Hamburg an, durch Sonderarbeitsverträge entsprechend dem Tarifvertrag für Ärzte an Universitätskliniken zu bezahlen.

Mehr Informationen zu diesem Nachwuchs-Förderprogramm finden Sie auf der Homepage des Rhein-Lahn-Kreises: www.rhein-lahn-kreis.de/Stipendium


So macht Hamburg den Öffentlichen Gesundheitsdienst attraktiv:
www.hamburg.de/aerzte/8719158/aerzte/