Update für die Corona-Warn-App

Es gibt neue Funktionen für die Corona-Warn-App (CWA). Diese wurden im Webseminar der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen und des Robert Koch-Instituts (RKI) am 28. April vorgestellt – inklusive der nächsten Schritte.

 

 

 

Check-in via QR-Codes
Mit der Version 2.0 können Nutzer:innen der CWA über einen QR-Code an Orten einchecken – ganz ähnlich der Luca- und anderer Check-in-Apps. Wenn also zum Beispiel ein Frisör via CWA einen Code für seinen Salon erstellt, dann können die Kund:innen diesen scannen. Sollte eine Besucherin oder ein Besucher positiv auf Covid-19 getestet worden sein, kann er oder sie die Check-ins über die App teilen - Personen, die zur gleichen Zeit den Salon besucht haben, warnt die App dann automatisch. Sie schaltet auf Rot. Die neue Funktion hilft, Infektionscluster besser zu erkennen.

Jetzt gibt es also auch dann eine Warnung, wenn zwei Personen an einem Ort waren, also zum Beispiel dem Salon, selbst wenn der Abstand zwischen den beiden größer gewesen ist. Angesichts der Übertragungsmöglichkeit über Aerosole eine einleuchtende Zusatzfunktion. Wie bisher gibt es die Warnung, wenn sich jemand in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten hat, was die CWA weiter über die Bluetooth-Signale der Smartphones feststellt.

Die neue Funktion erinnert an andere Check-in-Apps. Aber es gibt wichtige Unterschiede, auf die Robin Houben vom CWA-Team des RKI hinwies. Bei Luca und Co. werden die Daten auf einem zentralen Server verschlüsselt gespeichert. Das Gesundheitsamt erhält im Infektionsfall die Namen und Kontaktdaten aller Personen, die zur fraglichen Zeit im Salon waren – und kann diese nun warnen kann.

„Check-In-Apps und CWA haben unterschiedliche Zielsetzungen und technische Ansätze, sie ergänzen sich“, resümierte Houben. Geplant sei, dass die Check-in-Apps und die CWA beide die gleichen QR-Codes einlesen können; das hat beim Praxistest während des Webseminars nur vereinzelt geklappt.

Integration von Schnelltests
Die CWA bekommt weitere Updates. Diese stellte Wilfried Bauer von T-Systems vor. Im Laufe des Monats Mai soll die App auch Schnelltests anzeigen können. Hier seien zwei Lösungen in Vorbereitung: ein Abruf über ein Schnelltest-Portal und die Integration in bestehende die Software von Testketten. Über einen QR-Code soll sich das Ergebnis des Schnelltest schnell in die CWA hochladen lassen. Das werde in drei Schritten stattfinden, in die jeweils mehrere Betreiber von Teststationen involviert sind, zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz.

Perspektive: Wallet für Impf-Zertifikate
Am Ende der Entwicklung solle die CWA ein Wallet für digitale Nachweise im Corona-Kontext sein, sagte Bauer. So ist geplant, dass auch der Impfstatus in der CWA darstellbar sein soll. Und zum Schluss soll auch noch ein „Genesenen-Nachweis“ integriert werden. Die App, die bis dato 27 Millionen Mal heruntergeladen wurde, dürfte dadurch noch wesentlich attraktiver werden.

Mehr Infos unter www.coronawarn.app/de/blog/2021-04-21-corona-warn-app-version-2-0/