Dr. Ute Teichert ist Vorsitzende des ÖGD-Expertenbeirats

Die Leiterin der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen, Dr. Ute Teichert, ist zur Vorsitzenden eines unabhängigen Expertenbeirates gewählt worden, der die Umsetzung des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) begleiten soll. Der Pakt soll den ÖGD stärken; dafür stellt der Bund in den Jahren 2020 bis 2025 rund vier Milliarden Euro zur Verfügung.

 

Im Fokus stehen die personelle und digitale Ausstattung der Gesundheitsämter. Die Bundesländer haben sich verpflichtet, in einem ersten Schritt von Februar bis Dezember 2021 mindestens 1.500 neue, unbefristete Vollzeitstellen für Ärztinnen und Ärzte, weiteres Fachpersonal sowie Verwaltungspersonal im ÖGD zu schaffen und zu besetzen.

Dem Beirat gehören Expertinnen und Experten verschiedener Organisation sowie unabhängige Sachverständige aus dem Bereich des ÖGD an. Sie wurden vom Bundesminister für Gesundheit im Einvernehmen mit der Gesundheitsministerkonferenz der Länder berufen.

„Mit der Pandemie sind die Gesundheitsämter in den Focus der Gesundheitspolitik gerückt. Die vergangenen zwölf Monate haben den bevölkerungsmedizinischen Bedarf eines funktionsfähigen ÖGD in unserem Gesundheitssystem allzu deutlich werden lassen. Dazu brauchen wir dauerhaft qualifiziertes Fachpersonal auf Basis einer leistungsgerechten Bezahlung sowie eine moderne digitale Ausstattung“, sagt Ute Teichert. Die kurzfristig in der Pandemie eingesetzten Hilfskräfte seien zwar sehr wichtig. „Auf Dauer können wir den Gesundheitsschutz der Bevölkerung aber nicht mit Kräften leisten, die nur wenige Monate oder sogar nur Wochen in den Ämtern bleiben.“

Zur Rolle des Beirats sagt die Akademie-Vorsitzende: „Über den Expertenbeirat wollen wir die Umsetzung des Paktes für den ÖGD aus Sicht der Beteiligten konstruktiv begleiten. Wir wollen Lehren aus der Pandemie ziehen, aktuelle Schwachstellen aufzeigen und den Gesundheitspolitikern und Bund, Ländern und Gemeinden konkrete Vorschläge für eine nachhaltige Stärkung des ÖGD mit seinem breit gefächerten Aufgabenspektrum mit auf den Weg geben.“