DIGITALE KONTAKTPERSONEN-NACHVERFOLGUNG

Gesundheitsamt Düsseldorf und Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen setzen auf Luca-App.

Zettelwirtschaft adé. Die Luca-App macht die Nachverfolgung von Kontaktpersonen in der Pandemie noch ein Stück digitaler. Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen und das Gesundheitsamt Düsseldorf setzen sie ein.

 


Die App ist im Kern ein digitales Kontakttagebuch. Die Nutzerinnen und Nutzer laden die App auf ihr Smartphone herunter und registrieren sich in den Orten, die sie besuchen, zum Beispiel ein Altenheim. Die Registrierung funktioniert ganz simpel über QR-Codes. Dieser liefert einen virtuellen Schlüssel auf das Smartphone, mit dem sich User beim Besuch einloggen. Menschen ohne Smartphone können das System mit einem speziellen Schlüsselanhänger nutzen.

Wenn eine Nutzerin oder Nutzer sich mit dem Coronavirus infiziert, kann er oder sie dem Gesundheitsamt via Transaktionsnummer die „Historie“ freigeben. Die Beschäftigten dort können dann die Aufenthaltsorte der vergangenen zwei Wochen erkennen, die Locations kontaktieren und erhalten die Kontaktdaten derjenigen Personen, die am gleichen Tisch saßen oder das Altenheim zeitgleich besucht haben. „Auf diese Weise lassen sich potenzielle Infektionsketten schnell und effektiv unterbrechen“, sagt Dr. Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamts Düsseldorf.

„Diese App hilft den Gesundheitsämtern beim Verfolgen der Kontakte von Infizierten“, betont Dr. Ute Teichert, Leiterin der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen sicher. Die Ausbildungseinrichtung für die Gesundheitsämter selbst wird die Luca-App im Rahmen künftiger Präsenzveranstaltungen einsetzen.

Unterstützt wird die App unter anderem von der Band "Die Fantastischen Vier". Bandmitglied Smudo betont: „Wir haben nicht nur daran gedacht, wie wir die Daten einfach und sicher erfassen können, sondern auch daran, wie wir die Daten an die richtigen Institutionen bringen – nämlich zu den Gesundheitsämtern.“

In der Praxis funktioniert das System ausgezeichnet. Endet der Lockdown, entfaltet die App ihre volle Wirkung. Restaurants müssen dann nicht mehr mit Zetteln hantieren, auf denen Namen erfasst werden. Ein weiterer Pluspunkt: Die Nutzung der App ist komplett kostenfrei.
Den Datenschutz haben die Entwicklerinnen und Entwickler großgeschrieben: Die generierten Daten werden dezentral verschlüsselt und teilen sich auf drei Schnittstellen auf: Gastgeber, Gast und Gesundheitsamt. Nur im Falle einer Infektion setzen sich die Daten wie bei einem Puzzlespiel zusammen und sind dann für das Gesundheitsamt lesbar.


Die Luca-App steht für Android- und Apple-Systeme zur Verfügung sowie als Web-App.
Mehr Infos unter luca-app.de