Dr. Ute Teichert, Ralf Iwohn

„Gemeinsam den ÖGD stärken“

Willkommen Mecklenburg-Vorpommern als Zehntes Trägerland

 

 

 

 

Aus Anlass des Beitritts von Mecklenburg-Vorpommern als neues Trägerland lud die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf am 27. Juni 2019 zu einer Festveranstaltung ein. Zahlreiche geladene Gäste waren erschienen, um dem Forum beizuwohnen, das unter dem Motto stand: „Gemeinsam den ÖGD stärken – Unser Fundament sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“.
Ab 2019 ist Mecklenburg-Vorpommern offiziell zehntes Trägerland der Akademie geworden.

In ihrer Begrüßungsrede bedankte sich die Direktorin der Akademie, Frau Dr. Ute Teichert, bei den Anwesenden für ihr Kommen und gab ihrer Freude Ausdruck, dass Herr Ralf Iwohn als Vertreter des Landes Mecklenburg-Vorpommern zu der Festveranstaltung gekommen war.
Ralf Iwohn, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit M-V, Referatsleiter Öffentlicher Gesundheitsdienst, Rettungsdienst, Infektionsschutz, betonte anschließend in seiner Rede, dass mit Beitritt seines Bundeslandes zur Akademie auch eine Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes in Mecklenburg-Vorpommern verbunden sein werde. Für die Zukunft des ÖGD sei der enge Austausch der unterschiedlichen Disziplinen ein wichtiger Pfeiler. Die ärztlichen und nichtärztlichen Beschäftigen des ÖGD werden im Rahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung, so seine Überzeugung, von dem umfangreichen Schulungsangebot der Akademie profitieren.
Themenschwerpunkt des Tages war auch nachfolgend die kontinuierliche Qualifizierung und Personalentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Öffentlichen Gesundheitsdienst.
Anja Tittes, die Vorsitzende des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure e. V. sprach in ihrem Vortrag über die aktuellen Herausforderungen der Lebensmittelkontrolle und hob die gemeinsamen Aufgaben im Netzwerk ÖGD und Verbrauchschutz und die vielfältigen Schnittstellen im Bereich Infektionsschutz und Hygieneüberwachung hervor. Das hohe Niveau des gesundheitlichen Verbraucherschutzes zu halten, wird auch in Zukunft nur durch eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung möglich sein können.
Bei der anschließenden Diskussion zum Thema „Der ÖGD ist multiprofessionell, aber reden wir genug miteinander?“, kam Frau Antje Rehbock und Frau Dr. Teichert in die Runde hinzu. Antje Rehbock ist im Vorstand des neu gegründeten Bundesfachverbandes der Sozialmedizinischen Assistenten/-innen. Diese sind durch ihre qualifizierende Ausbildung in den verschiedensten Bereichen des ÖGD tätig, machen jedoch oft die Erfahrung, dass außerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes das Berufsbild SMA unbekannt ist. Eine rege Diskussion, moderiert von Frank Naundorf, schloss sich an, bei der die steigende Wichtigkeit, mehr qualifizierte Fachkräfte für den ÖGD zu gewinnen, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, deutlich wurde.

Zum Abschluss der Veranstaltung schickte Herr Alois Dauenhauer, Vorsitzender der Johann-Peter-Frank-Gesellschaft in Rodalben, ein Grußwort an die Teilnehmenden und berichtete in einem eigens erstellten Videofilm über das Leben und Wirken Johann Peter Franks (1745-1821). Der Philosoph und Mediziner Johann Peter Frank, der am 19. März 1745 in dem kleinen pfälzischen Dorf Rodalben geboren wurde, gilt als Begründer der Sozialmedizin und des Öffentlichen Gesundheitswesens.
Die Akademie hat eine Marmorbüste, die Johann Peter Frank darstellt, von der Johann-Peter-Frank-Gesellschaft übernehmen dürfen.

Das Echo der Gäste und Mitwirkenden zeigte, dass sowohl das fachliche Programm, die Erweiterung der Trägerlandgemeinschaft als auch der anschließende gesellige Rahmen viel Beifall fanden.