Affenpocken: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die höchste Alarmstufe verhängt

Die Affenpocken breiten sich weiter aus. In bereits über 50 Ländern ist die Infektion nachgewiesen worden. In fast 70 Ländern wurden Verdachtsfälle beobachtet. Die WHO hat die Infektionslage als eine „Public Health Emergency of International Concern“ (Notlage von internationaler Tragweite) eingestuft. Die Erklärung des WHO-Generaldirektors Tedros finden Sie auf YouTube im Original.

Mit der Einstufung will die WHO international auf die Infektionslage aufmerksam machen und Maßnahmen zur Eindämmung und Prävention der Affenpocken anregen. Bei Verdachtsfällen sollen Ärztinnen und Ärzten Schutzmaßnahmen treffen. Die Bevölkerung soll besser informiert werden über Ansteckungswege und wie jeder einzelne sich schützen kann. Welche Maßnahmen genau erfolgen sollen, entscheiden die jeweiligen Regierungen.

Weltweit sind inzwischen 16.000 Fälle von Affenpocken bestätigt. In Deutschland meldete das Robert Koch-Institut (RKI) ca. 2.300 Fälle, davon 450 in NRW.

Ein Großteil der Infizierten ist männlich mit einem durchschnittlichen Alter von 37 Jahren. Laut WHO-Bericht sind auch Kinder mit Affenpocken infiziert worden.