PRESSEINFORMATION

Saarland unterzeichnet Verwaltungsvereinbarung mit der AÖGW – Besserer Zugang zu Fortbildungen für Beschäftigte der Gesundheitsämter

Saarbrücken/Düsseldorf, 24.09.2021 – Die Fachkräfte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) des Saarlands haben ab sofort freien Zugang zu den Veranstaltungen der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW). Rund 200 Veranstaltungen jährlich stehen den saarländischen ÖGD-Beschäftigten zur Wahl, darunter Aus-, Fort- und Weiterbildungen.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann zeigt sich über die neue Kooperation erfreut: „Die Corona-Pandemie hat uns allen mit Nachdruck vor Augen geführt, dass eine nachhaltige Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der eine unverzichtbare Säule des Gesundheitswesens ist, dringend geboten ist. Eine Maßnahme ist es hierbei langfristig gut qualifiziertes Personal zu gewinnen. Dafür muss die Attraktivität des ÖGD als Arbeitgeber weiter gesteigert werden. Im Rahmen der heutigen Veranstaltung haben wir mit der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der AÖGW einen wichtigen Grundstein gelegt. Dafür möchte ich allen Beteiligten danken.“

Zu allen Themenbereichen Öffentlicher Gesundheit bietet die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen Veranstaltungen an. „Ich freue mich sehr, dass wir die Vereinbarung mit dem Saarland geschlossen haben und die Beschäftigten aus den Gesundheitsämtern an der Saar Aus-, Fort- und Weiterbildungen bei uns buchen und besuchen können. Wir begrüßen die Kolleg:innen ganz herzlich“, sagt Dr. Ute Teichert, Leiterin der Akademie. Mit der Vereinbarung stärkt das Saarland den ÖGD – durch bessere Qualifikationsmöglichkeiten für die derzeit Beschäftigten und einen besseren Zugang zu Ausbildungen für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Wir bereiten die Beschäftigten auf die wachsenden Herausforderungen vor – nicht nur im Fall von Pandemien, sondern im gesamten Spektrum der öffentlichen Gesundheit“, erläutert Teichert. Das Themenspektrum ist sehr breit: Es reicht von den Schuleingangsuntersuchungen des Kinder- und Ju-gendärztlichen Dienstes über die Hygienekontrolle von Betrieben und Einrichtungen aller Art, die Überwachung der Trinkwasserqualität bis zum Sozialpsychiatrischen Dienst – und damit sind längst noch nicht alle Aufgaben des ÖGD aufgezählt.

Im Rahmen des 2020 beschlossenen Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst soll die Zahl der Beschäftigten bundesweit um 5.000 steigen. „Ob Fachärztinnen und -ärzte für den ÖGD, Hygienekontrolleurinnen und -kontrolleure oder Sozialmedizinische Assistentinnen und Assistenten – solche Fachkräfte sind rar und derzeit überall gesucht“, berichtet Teichert.

Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen erhöht derzeit ihre Kapazitäten, um den steigenden Ausbildungsbedarf zu decken. Mit der Verwaltungsvereinbarung stärkt das Saarland die AÖGW als größte Ausbildungseinrichtung für ÖGD-Fachpersonal mit dem Ziel 2022, zum Trägerland der AÖGW zu werden.


HINTERGRUND
Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen mit Sitz in Düsseldorf ist eine öffentlich-rechtliche Bildungsinstitution, die von elf Trägerländern finanziert wird. Sie wurde 1971 als bundesweit einzige länderübergreifende Einrichtung zur Aus-, Fort- und Weiterbildung aller Beschäftigten im Öffentlichen Gesundheitsdienst gegründet. Auch die angewandte Forschung im Bereich des Öffentlichen Gesundheitswesens zählt zu ihren Aufgaben. Ein Kuratorium be-stimmt die Richtlinien der Tätigkeit der Akademie und überwacht die Erfüllung ihrer Aufgaben. Es besteht je aus einer die Trägerländer vertretenden Person, die jeweils von dem/der für Gesundheit zuständigen Minister/-in bzw. Senator/-in bestellt wird: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen finanziert wird.

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