Donnerstag, 26.04.2018

(Ärzteprotest auf dem 68. Wissenschaftlichen Kongress in Osnabrück; Foto: Melanie Budig-Koch)

Berufsverband protestiert gegen Ungleichbehandlung der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern

Mehrere hundert Medizinerinnen und Mediziner aus bundesdeutschen Gesundheitsämtern protestieren in Osnabrück.

 

 

In Osnabrück findet z.Z. der 68. Wissenschaftliche Kongress der Bundesvereinigung der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Mehrere hundert Medizinerinnen und Mediziner aus bundesdeutschen Gesundheitsämtern nahmen dies zum Anlass, gegen Nachwuchsmangel und schlechte Bezahlung im Vergleich zu den Krankenhausärzten zu protestieren.

Auch die aktuelle Tarifeinigung im öffentlichen Dienst zwischen Kommunen und Bund mit den Gewerkschaften Verdi und dbb tarifunion kann die Benachteiligung der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) im Vergleich zu den Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken nicht ausgleichen.

Der Berufsverband fordert daher, auch die ÖGD-Ärzte nach den Tarifabschlüssen des Marburger Bundes (MB) für Klinikärzte zu bezahlen. „Alles andere ist für uns eine Katastrophe, die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern geht Jahr für Jahr zurück, wir bekommen so keinen Nachwuchs mehr“, so Dr. Ute Teichert, Vorsitzende des BVÖGD. Die Gehaltsdifferenz beträgt rund 1.000 bis zu 1.500 Euro pro Monat.

Den vollständigen Text der Pressemitteilung des BVÖGD finden Sie hier.

 

 

 
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