Über 40% der Covid-19-Infizierten wussten nichts von ihrer Infektion

 

 

Die Universität Mainz stellt nach neun Monaten intensiver Forschung die Ergebnisse eine der größten und umfassenden Studien ihrer Art in Deutschland vor. So nahmen an der Gutenberg-Covid-19-Studie 10.250 Freiwillige teil. Der lange Atmen der Forschungsförderung zahlt sich aus: So stellten die Forscher:innen fest, dass über 40 Prozent der Covid-19-Infizierten nichts von ihrer Infektion wussten.

„Neben den umfangreichen Informationen, die wir unter anderem mit Interviews, Fragenbögen und einer Web-App ermittelt haben, können wir auch auf Biomaterialproben, die klinisch-molekulare Untersuchungen zur SARS-CoV-2-Infektion erlauben, beispielsweise aus Blut, Stuhl oder auch dem Tränenfilm der Studienteilnehmenden, zurückgreifen,“ verdeutlicht der koordinierende Studienleiter Professor Dr. Philipp Wild.

Die Studie bestätigt zudem, dass Menschen, die häufiger eine Maske tragen und sich an die Abstandsregeln halten, seltener infiziert werden. Die Forscher:innen stellten fest, dass eine niedrige Impfquote besonders bei schutzbedürftigen Personen, wie bei Menschen mit niedrigen sozioökonomischen Status, auftreten. Die Studie wurde u. a. durch die Fördermöglichkeit des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung unterstützt und zeigt, dass Förderungen der Wissenschaft von äußerst hoher Bedeutung sind, um diese Erkenntnisse zu gewinnen und entsprechend zu diskutieren.

Weitere Informationen zur Studie:
www.gutenberg-covid19.de sowie GCS Dashboard www.unimedizin-mainz.de/GCS/dashboar