In Quarantäne? Bürger:innen helfen als Helden

Die Maßnahme ist schnell verhängt – bei einer Corona-Infektion oder bei einem unklaren Krankheitsbild müssen Bürger:innen für einen kürzen oder längeren Zeitraum in Quarantäne.

Dieser Schritt bindet sie an Wohnung oder Haus, die sie unter keinen Umständen verlassen dürfen.

Nicht immer stehen hilfsbereite Nachbarn, Freunde oder Familienangehörige bereit, die den Hund ausführen, Einkaufen oder Medikamente einkaufen. Hier hilft die Initiative „QurantäneHeld:innen“ aus Mosbach im Odenwald. Auf der Plattform https://www.quarantaenehelden.org können Bürger:innen in einer Notsituation ihr Anliegen online einstellen. Die Initiative hilft bundesweit und wurde durch den Verein „Option26“ gegründet. Der Verein hat das Ziel, sozialen Ideen eine Plattform zu geben.

Rund 39.000 Menschen sind seit der Gründung der Plattform im Frühjahr 2020 registriert. Mehr als 1.400 bundesweite Anfragen von Bürger:innen in Not können derzeit abgerufen werden. Da sind die ältere Dame aus Süddeutschland, die eine Einkaufshilfe sucht oder die Familie aus Köln, die sich derzeit in Quarantäne befindet und Hilfe benötigt. Viele persönliche Schicksale verbergen sich hinter den Aufrufen, in denen „Gassigänger“ für den Hund oder Haushaltshilfen gesucht werden.

Wer helfen möchte, kann Suchanfragen per Postleitzahl oder Karte filtern, um Anfrage in seinem näheren persönlichen Umfeld zu finden. Interessierte können sich auch als Helfer:innen registrieren.
Wer keinen Internetzugang hat, kann sich unter der Hotline 0800/8050850 in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr melden.

Hinweis: Die Initiative kann keine Auskünfte zur pandemischen Lage erteilen.