Kontaktbeschränkungen gelten weiter - Bund und Länder setzen auf SORMAS

Die Bund-Länder-Runde hat am 10. Februar die Beschlüsse zu den Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie aktualisiert.

 

 

Kontaktbeschränkungen und Schließung von Gastronomiebetrieben und Hotels gelten somit bis 7. März weiter. Am 3. März wollen die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder erneut beraten.

Wegen der Verbreitung von Mutationen des SARS-CoV-2-Virus sollen die Einschränkungen zur Reduktion von Kontakten bis zum Erreichen eines stabilen Sieben-Tage-Inzidenzwertes von 35 weiter gelten. „Wir wollen alles tun, damit wir nicht in eine Wellenbewegung hoch und runter, auf und zu kommen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Friseur:innen sollen unter strikten Hygieneauflagen bereits Anfang März wieder öffnen dürfen. Auch die Öffnung von Schulen und Kindertagesstätten steht auf der Agenda. Hier entscheiden die Bundesländer, was wann passiert. Mehrere Länder werden Schulen bereits im Februar schrittweise öffnen.
Die digitale Ausstattung der Gesundheitsämter bleibt in den Beschlüssen der Bund-Länder-Kommission ein wichtiges Thema. Bereits am 19. Januar hatte die Runde beschlossen, dass bis Ende Februar in allen Gesundheitsämtern die Software SORMAS zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung eingesetzt werden soll. Einige Länder wollten in der Pandemie aber nicht umstellen.

Im aktuellen Beschluss ist das Thema erneut aufgegriffen. Der Bund habe digitale Werkzeuge weiterentwickelt, um die Gesundheitsämter bei ihren vielfältigen Auf­gaben zusätzlich zu unterstützen, heißt es darin. Dabei sei „insbesondere der flächendeckende Ein­satz von SORMAS (Surveillance Outbreack Response Management and Analysis System) zum besseren Management der Kontaktpersonen und Kontaktketten erforderlich“.

Die Länder werden durch entsprechende Vorgaben sicherstellen, dass künftig alle Gesund­heitsämter SORMAS und DEMIS nutzen. Der Bund wird die dafür erforderlichen technischen Ressourcen bereitstellen. „Bis Ende Februar soll SORMAS in allen Gesundheitsämtern installiert werden. Der Bund wird die Schnittstellen SORMAS-X und SORMAS-eXtra Layer zügig zur Verfügung stellen.“

Die Bürger werden weiter gebeten, im Falle einer Infektion „vertrauensvoll mit den Gesundheitsämtern zu kooperieren“. Die Gesundheitsämter könnten die Infektionsketten nur unterbrechen, wenn ihnen alle Kontaktpersonen genannt würden, damit unverzüglich eine Quarantäne und Testung erfolgen könne. Dies sei eine wesentliche Grundlage für die Stabilisierung der Neuinfektionszahlen und damit auch für die Öffnungsperspektiven.

Den Beschluss im Wortlaut finden Sie hier MPK10022021_Version3 (bundesregierung.de)
Mehr Infos über SORMAS unter www.sormas-oegd.de