Das Bild zeigt eine Hand die ein Handy hält.

TIM – Telematik-Infrastruktur-Messenger für das Gesundheitswesen kommt 2023

Die Gematik hat den Hamburger IT-Dienstleister Akquinet beauftragt, ein Open-Source-Referenzsystem für den Messenger in der Telematikinfrastruktur zu entwickeln. Er soll sektorübergreifend Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Praxen mit Zugang zur TI zur Verfügung stehen und einen schnellen und sicheren Austausch von Kurznachrichten ermöglichen.

Ärzt:innen können dann via TIM sicher kommunizieren und beispielsweise Behandlungen oder Diagnosen besprechen, Chatgruppen bilden und z. B. Therapiepläne oder Einsatzzeiten abstimmen. TIMs Vorteil ist die Anbindung an die TI, wodurch der Austausch auch sensibler Patientendaten sicher sein soll.

„Zusammen mit Akquinet bauen wir ein Open-Source-Referenzsystem, das wir der Industrie im Zulassungsverfahren für die Unterstützung der Interoperabilität ihrer Lösungen anbieten werden. Wir stellen damit sicher, dass der TI-Messenger anbieterübergreifend funktioniert“, erklärt Gematik-Produktmanagerin Franziska Faust. Aktuelle Spezifikationen für den TI-Messenger hatte die Gematik im August veröffentlicht.

Anbieter:innen von TI-Messenger-Lösungen müssen durch ein Zulassungsverfahren der Gematik, bevor sie mit der Entwicklung ihres Projekts starten können. Die Gematik will die genauen Bestimmungen dazu noch dieses Jahr publik machen, damit die Anbieter:innen ihre Zulassungsanträge einreichen können.

Mit der Zulassung haben die Anbieter:innen dann die Möglichkeit, ihre TI-Messenger umzusetzen.
Erste Kurznachrichten über TIM sollen im zweiten Quartal 2023 möglich sein. Ob und wann auch Patient:innen TIM nutzen können, ist noch unklar.