Krankenhauspersonal ist überwiegend geimpft

Der dritte Kroco-Bericht des RKI bestätigt, dass der überwiegende Teil des befragten Krankenhauspersonals gegen Covid-19 geimpft ist.

Viele waren sogar bereits geboostert, darunter überdurchschnittlich oft diejenigen, die im sensiblen OP-Bereich arbeiten.

Das RKI erhebt seit Anfang März 2021 per Online-Befragung Daten zum Impfverhalten des Krankenhauspersonals. In der krankenhausbasierten Online-Befragung zur Covid-19-Impfung (Kroco) gaben über 16.000 Mitarbeitende aus 104 Krankenhäusern Auskunft über ihren Impfstatus und ihre Beweggründe für oder gegen das Impfen. Nur ca. vier Prozent waren nicht geimpft. Unter den Berufsgruppen waren die Ärzte am häufigsten geimpft: Nur zwei Prozent gaben an, nicht geimpft zu sein.

Die Bedenken bezüglich der Booster-Impfung drehten sich vor allem um mögliche Nebenwirkungen und noch eventuell unbekannte Langzeitfolgen der Impfung. Viele der Ungeimpften wollten auf andere Impfstoffe warten oder zweifelten die Notwendigkeit des Impfens an. Sie verwiesen auf die Impfdurchbrüche, von denen auch geboosterte Personen betroffen sein können.
Der Teil der Ungeimpften, die sich auf keinen Fall impfen lassen wollen, stieg seit der letzten Kroco-Befragung im Juni 2021 von 48 auf 56 Prozent.

Grundsätzlich sollten im Rahmen einer solchen freiwilligen Selbstauskunft erhobene Daten vorsichtig bewertet werden. Unter anderem, weil die Teilnehmenden erwünschtes Verhalten angeben könnten. Die Daten spiegelten dann ein verzerrtes Bild wider.

Mehr Infos zur dritten Kroco-Befragung finden Sie hier: aoegw.de/kroco3