Gutes Öl, schlechtes Öl? Lebensmittelkriminalität auf der Spur

Die weltweite Kriminalität mit manipulierten und zum Teil gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln steigt laut Europol und Interpol in einem nie zuvor erreichten Ausmaß.

 

 Gefärbter Fisch, Methanol in Spirituosen, gepanschtes Olivenöl, Pestizid-Erdbeeren mit Biosiegel: Noch nie gab es so viel Betrug mit Lebensmitteln.

 

Ein Milliardengeschäft für die Fälscher.
Begünstigt wird der Lebensmittelbetrug zudem durch den Verkauf der Produkte im Internet, denn die Überwachung des Onlinehandels stellt die zuständigen Behörden vor besondere Schwierigkeiten. Woher die Waren kommen und ob sie mit ihrer Kennzeichnung übereinstimmen, ist angesichts globaler Lieferketten, zunehmender Produktvielfalt und neuer Herstellungstechnologien immer schwieriger zu bestimmen. Vor diesem Hintergrund wurde In einem dreijährigen Forschungsprojekt mit dem Namen „FoodAuthent“ wurde ein neues „Fingerabdruck“-Analyseverfahren entwickelt, das die Zusammensetzung von Lebensmittel bestimmen und einen individuellen chemischen Fingerabdruck darstellen kann. Dieser „Fingerabdruck“ kann mit unverfälschten Lebensmittelproben verglichen werden, die in einer Referenzdatenbank hinterlegt sind. Die „fAuthent“-Software soll zukünftig den behördlichen Einrichtungen als auch den Lebensmittelunternehmen ermöglichen, derartige Analyseverfahren selbst besser zu nutzen und Ergebnisse untereinander auszutauschen.

An dem Projekt FoodAuthent, das im Dezember 2019 zu Ende geht, hat u.a. das Bundesinstitut für Risikobewertung mitgewirkt. Es wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Forschungsschwerpunkt „Herkunftsnachweis Lebensmittel“ gefördert.

Website des Projekts: www.foodauthent.de