Aktuelles
Immer auf dem Laufenden! 

Das Bild zeigt ein Handy mit dem Startbildschirm der App „ÖGD NEWS“

Nachrichten-App ÖGD NEWS

Die  Nachrichten-App „ÖGD NEWS“ bietet allen Beschäftigten im Öffentlichen Gesundheitsdienst aktuelle, journalistisch aufbereitete Informationen rund um das Öffentliche Gesundheitswesen.
Mehr erfahren
Pressemeldung

Vogelgrippe bei fleischfressenden Wildtieren nachgewiesen

Vier Füchse aus Niedersachsen sind nachweislich an aviären Influenzaviren des Subtyps H5N1 erkrankt. Das zeigen Proben, die das Nationale Referenzlabor für Geflügelpest des Friedrich -Löffler-Instituts (LFI) untersucht hat.
Das aviäre Influenzavirus, auch Vogelgrippe genannt, ist auf Vögel spezialisiert. Insbesondere das Hochpathogene Influenza-Virus (HPAIV) vom Subtyp H5N1 breitet sich derzeit in Wildvogelpopulationen stark aus. Da infizierte Vögel große Virusmengen in sich tragen und ausscheiden, galt eine Übertragung des Virus auf Säugetiere, etwa fleischfressende Wildtiere wie Füchse oder Katzen, als erwartbar.

jeremy hynes | unsplash

Virusmutation erleichtert die Übertragung auf Säugetiere
In erster Linie ist das H5N1 ein an Vögel angepasstes Virus und kann nicht leicht auf andere Tiere wie etwa Säugetiere übertragen werden. Es sind jedoch in Spanien einzelne Virusmutationen in Proben von Nerzen nachgewiesen worden, die als erste Schritte in Richtung einer Anpassung des Virus an Säugetiere interpretiert werden können. Bislang sind die Hürden für das Virus aber zu hoch, um effektiv von Säugetier zu Säugetier übertragen werden zu können.

Eine Übertragung auf den Menschen ist selten, aber etwa bei engem Kontakt mit infizierten Tieren beispielsweise in großen Geflügelbetrieben möglich. In Deutschland sind bislang keine Infektionsfälle bekannt. Weltweit sind seit 2003 laut WHO ca. 2.600 humane Erkrankungen und 1.100 Todesfälle durch Vogelgrippe erfasst.


Risikoeinschätzungen zur Übertragung der Vogelgrippe HPAIV H5N1 auf den Menschen
Das europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) schätzt das Risiko einer Übertragung der Vogelgrippe auf den Menschen aktuell als gering ein. Das Risiko einer Ausbreitung unter Säugetieren sei durch Mutationen des Virus jedoch erhöht. Diese Einschätzung teilt auch der Gesundheitsausschuss der Bundesregierung, der sich Ende März mit dem Thema Vogelgrippe befasst hat.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht derzeit keine unmittelbare Bedrohung, dass das Vogelgrippevirus H5N1 regelhaft auf den Menschen überspringt. Dennoch ist angesichts der Ausbreitung des Virus unter Wildvögeln eine engmaschige Beobachtung der Situation angezeigt.

Weitere aktualisierte Infos rund um die Vogelgrippe auch auf der Website des Robert Koch-Instituts.