PDT EXPO 2025 mit über 400 Teilnehmenden
Mit über 400 Teilnehmenden war die dritte Auflage der Online-Messe des Projektbüros Digitale Tools (PDT) an der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) erneut ein voller Erfolg: Die PDT EXPO 2025 am 5. November präsentierte zahlreiche digitale Lösungen zur Arbeitserleichterung in den Gesundheitsämtern und lieferte Impulse zum Gelingen der digitalen Transformation.

Nach einer kurzen gemeinsamen Anmoderation durch PDT-Mitarbeiterin Andrea Freitag, AÖGW-Referentin Malin Roppel und den Leiter des Teams Digitales und Kommunikation an der AÖGW Frank Naundorf folgte ein Grußwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Georg Kippels. Er lobte die Fortschritte, die die Gesundheitsämter in den vergangenen Jahren beim Thema Digitalisierung gemacht haben. In diesem Kontext bedankte sich Kippels auch für den Einsatz der zahlreichen Beiratsmitglieder, die durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit im PDT dazu beitragen, nach eingehender Sichtung mittlerweile 23 Anwendungen für den Einsatz im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) empfehlen zu können.
Als erste Speakerin stellte Dr. Nicole Richardt das durch den ÖGD-Pakt geförderte Projekt ISiÖGD vor. Schwerpunktthema bei ISiÖGD ist der medienbruchfreie Datenfluss. Richardts Keynote endete mit der Vorstellung einer Vision für den ÖGD im Jahr 2035: resilient, vernetzt und digital. Sie konstatierte: Die Fortführung und Weiterentwicklungen der Digitalisierung der Ämter, die durch den Pakt für den ÖGD vorangetrieben wurde, ist unabdingbar für einen krisenfesten ÖGD.
Nach einer Speed-Pitching-Session, in der insgesamt 16 der ausgestellten Tools in kompakten Videos präsentiert wurden, hatten die Teilnehmenden ausgiebig Zeit für einen virtuellen Messerundgang. Dabei konnten man nicht nur direkten Kontakt zu den verschiedenen Entwicklungsteams und Anbieter:innen aufnehmen, sondern auch ganz ungezwungen in der Kaffe-Bar oder der Photo Booth zusammenkommen.
Im zweiten Vortrag ging Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, Leiter der AG „Digitale Transformation öffentlicher Dienste“ an der Universität Bremen, der Frage nach, inwieweit der ÖGD als Innovationsmotor für die digitale Transformation der Öffentlichen Verwaltung gewirkt hat – und vielleicht auch nach Ende des Pakts für den ÖGD weiterwirken kann. Sein Fazit: Der ÖGD ist in jedem Fall ein Digitalisierungs-Labor, das viel Raum zum Gestalten und Ausprobieren gelassen hat.
Ein Statement, das von den Teilnehmenden der anschließenden Panel-Diskussion aufgenommen wurde. Dabei waren Prof. Dr. Tanja Klenk, Professorin für Verwaltungswissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Christian Möller, Projektleiter Prozessmanagement und Digitalisierung der Stadt Hamm, Dr. Jasper Plath, Leiter Strategische Planung, Wissenschaft und Digitalisierung, Main-Kinzig-Kreis sowie Daniel Plikat, Projektleiter Digitalisierung ÖGD, Sozialbehörde Hamburg. Tanja Klenk brachte auf den Punkt, was mit Blick auf den ÖGD-Pakt, der von 2021 bis 2026 läuft, viele denken: Damit der ÖGD vom Digitalisierungslabor zum Digitalisierungsmotor werden kann, benötigt es fünf weitere Jahre – ein Zeitraum, der vielen Projekten aus dem ÖGD-Pakt aufgrund einer ungeklärten Anschlussfinanzierung jedoch nicht zur Verfügung steht.
Nach einem weiteren virtuellen Messerundgang verabschiedeten Malin Roppel und Frank Naundorf alle Teilnehmenden und dankten den Referent:innen der PDT EXPO 2025 für die Unterstützung der wohl letzten Digitalisierungsmesse unter dem Dach des PDT. Denn wie viele Digitalisierungsprojekte, die mit ÖGD-Pakt-Mitteln finanziert werden, endet auch die Arbeit des PDT. Im März 2026 ist Schluss.

