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Neues E-Learning: Telemedizin im ÖGD

Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) hat ein neues E-Learning fertiggestellt: Telemedizin im ÖGD. Es bietet in rund 45 Minuten einen praxisnahen Überblick über Formen der Telemedizin und vermittelt die rechtlichen, organisatorischen sowie technischen Voraussetzungen für ihren erfolgreichen Einsatz im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD).

E-Learning: Telemedizin im ÖGD
Youknow GmbH

Telemedizin ermöglicht medizinische Leistungen wie Diagnostik, Beratung und Therapie über räumliche Distanz hinweg. Sie eröffnet neue Wege für Versorgung und Zusammenarbeit im ÖGD und ist ein wichtiger Baustein für dessen Digitalisierung. 

Das E-Learning stellt Praxisbeispiele aus dem ÖGD vor, die die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und Vorteile der Telemedizin im Arbeitsalltag zeigen. Es kommen Expert:innen zu Wort, die sich seit Langem mit dem Themenfeld auseinandersetzen oder es im eigenen Gesundheitsamt nutzen. „Immer Expertenrat einholen können und dazu einen Eindruck der wichtigsten Informationen vor Ort übermitteln – mit Telemedizin geht das. 

So kann von der gesundheitlichen Beratung bis zur medizinischen Versorgung vieles auch im ÖGD ermöglicht, verbessert oder effizienter und dazu noch mit Zufriedenheit umgesetzt werden", betont Max Skorning, der bei der Entwicklung des interaktiven Lernangebots eng mit dem Akademie-Team zusammengearbeitet hat. Skorning hat bis 2025 das Düsseldorfer Gesundheitsamt geleitet und evaluierte das bundesweit erste Telenotarzt-Projekt am Universitätsklinikum Aachen. „Telemedizin ist ein nützlicher Teil der Medizin geworden und muss noch viel selbstverständlicher werden. Damit Telemedizin ‚einfach nur noch Medizin’ ist“, wünscht Skorning.

Wie Telemedizin vor Ort zum Einsatz kommt, berichtet Thomas Nasemann aus dem Gesundheitsamt Recklinghausen. Er gibt Einblick, wie der Einsatz der Telemedizin im Gesundheitsamt anlief und welche Vorteile sich für den Arbeitsalltag ergeben.

Darüber beleuchtet das E-Learning weitere Anwendungsfelder außerhalb des ÖGD und zeigt mit Blick auf die Zukunft, dass Telemedizin einen entscheidenden Beitrag zu einer effizienten, bedarfsgerechten und flächendeckenden Gesundheitsversorgung in Deutschland leisten kann.

„Auch der ÖGD muss zeitgemäß digitalisiert sein. Da gehört Telemedizin längst als Standardwerkzeug dazu. Alle Beteiligten profitieren davon – im ÖGD und angrenzenden Bereichen der Versorgung und genauso als Patient:innen und Bürger:innen", macht Skorning deutlich.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat die Akademie mit der Erstellung von insgesamt acht E-Learnings beauftragt, die Digitalisierungsthemen im Öffentlichen Gesundheitsdienst aufgreifen und transparent machen. 

Die E-Learnings werden neben Telemedizin auch den TI-Messenger (TIM), die elektronische Patientenakte (ePA), Digitale Identitäten und Authentifizierung sowie Low Code, No Code und KI-Coding für den ÖGD beleuchten. 

Weitere Themen werden digitale Barrierefreiheit, Social Media in den Gesundheitsämtern und der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS) sein. Die Akademie wird alle E-Learnings bis Ende August 2026 über ihre Moodle-Lernplattform veröffentlichen.

Die Entwicklung des E-Learnings Telemedizin fand im Rahmen des Projektes ÖGD Connect statt. ÖGD Connect wird als Teil des BMG-Förderschwerpunkts „Förderung von Maßnahmen zur Steigerung und Weiterentwicklung des digitalen Reifegrades des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland“ von der Europäischen Union – NextGenerationEU – finanziert.

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