E-Learning „Social Engineering im Gesundheitsamt – Manipulation erkennen und Angriffe verhindern“ online
Dieser E‑Learning-Kurs zeigt praxisnah, wie Social-Engineering-Angriffe entstehen, welche Warnsignale typisch sind und wie sich Mitarbeitende im Gesundheitswesen und in Behörden wirksam schützen. Teilnehmende lernen, wie aus öffentlich verfügbaren Informationen ein gefaktes „digitales Profil“ entsteht, warum KI-gestützte Täuschung das Risiko erhöht, und welche Handlungsregeln beim Erkennen, Prüfen und Melden von Sicherheitsvorfällen entscheidend sind.

Der Begriff Social Engineering umfasst manipulative Methoden, die dazu dienen, an vertrauliche Informationen zu gelangen. Mit deren Hilfe können dann z.B. Sicherheitsvorkehrungen eines Softwaresystems umgangen werden. Ansatzpunkt ist nicht wie oft im IT-Bereich die Technik, geknackte Passwörter oder eingeschleuste Schadsoftware, sondern der Mensch. Solche Täuschungsmanöver sind auch in anderen Kontexten bekannt, etwa beim sogenannten „Enkeltrick“, bei KI-gestützten Anrufen, die die Stimme einer vertrauten Person vorgaukeln, oder bei „Deep-Fakes“, die immer schwieriger als solche zu erkennen sind.
Das E-Learning vermittelt in rund 15 Minuten, wie Social Engineering-Angriffe funktionieren, welche menschlichen Verhaltensweisen sie ausnutzen und in welchen Situationen Vorsicht geboten ist.
Anhand typischer Alltagssituationen zeigt der interaktive Kurs, welche Merkmale und Muster einer Kontaktaufnahme beispielsweise per E-Mail misstrauisch machen sollten und welche vertrauenswürdig sind. So können charakteristische Angriffsmuster im Berufsalltag einfacher erkannt und verdächtige Situationen sicher eingeordnet werden. Welche Maßnahmen im Zweifelsfall schützen und wie bei einem Social Engineering-Vorfall im Gesundheitswesen und in Behörden korrekt reagiert werden kann, vermittelt ein eigenes Kapitel des Online-Kurses.
Kurze Wissenschecks überprüfen das Gelernte spielerisch in den verschiedenen sechs Lektionen.
Gefördert durch Mittel der Europäischen Union haben die Länder Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt acht E-Learnings zu IT-Sicherheits- und Datenschutzkursen entwickeln lassen. Veröffentlicht sind bereits fünf, darunter etwa der "Phishing Detective” oder “KI & Cyber Security”.
Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) bietet diese Kurse den Gesundheitsämtern über ihre Moodle-Lernplattform an. Sie sind kostenfrei – nicht nur für die Mitarbeitenden in diesen beiden Ländern, sondern in allen 13 Trägerländern der AÖGW. Für alle anderen kostet es 9,95 Euro.


