ÖGD Kommunal Connect in Hamburg – „Gemeinsam in die TI – kommunal vernetzt“
Die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) bringt für Gesundheitsämter zahlreiche Herausforderungen mit sich: Wie lässt sich die Umsetzung im eigenen Amt erfolgreich gestalten? Welche bewährten Lösungsansätze gibt es bereits in anderen Gesundheitsämtern? Und wie können kommunale Kooperationen effektiv und zielgerichtet aufgebaut werden?

Der Beantwortung dieser und weiterer Fragen um die TI-Anbindung widmete sich die dritte Veranstaltung ÖGD Kommunal Connect am 26. März 2026 in Hamburg. Dort kamen Vertreter:innen der Gesundheitsämter aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit TI-Expert:innen zusammen. Ein besonderer Fokus lag auf der Entwicklung praktischer Lösungen und Anwendungsszenarien für die TI-Anbindung und der Stärkung nachhaltiger, regionaler Netzwerke.
Prof’in Dr. Dagmar Starke, kommissarische Leiterin der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW), begrüßte die Teilnehmenden: „Bisher ging es vor allem darum, klarzumachen, was die TI ist, wie man sich anschließt und was benötigt wird – also den Rahmen abzustecken. Heute wollen wir darauf aufbauend praktisch eintauchen – das Bild im Rahmen füllen.“
Damit starteten Dr. Ulrike Degenhardt, stellvertretende Fachamtsleitung des Gesundheitsamts Hamburg Mitte, und Birte Bader, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, für Öffentliches Gesundheitswesen, Leitung Fachamt Gesundheit, ihren Impulsvortrag zur Umsetzung der TI in den Gesundheitsämtern der Pilotregion Hamburg. Beide Referentinnen beantworteten viele Fragen der interessierten Teilnehmenden und gaben wertvolle Erfahrungen, Best Practices und ihr Know-how weiter.

Ein Co-Creation-Workshop bot anschließend Gelegenheit, um konkreten Detailfragen beispielsweise zu Organisation, Steuerung und Prozessen sowie zu Technik und Infrastruktur nachzugehen und Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten. Besonderes Augenmerk lag auf zwei typischen Arbeitsprozessen in den Gesundheitsämtern: Meldungen zum Infektionsschutz am Beispiel einer Tuberkuloseinfektion sowie Begutachtung zur Verbeamtung.
„Unsere Kommunal-Connect-Veranstaltung war wie immer gut besucht, es waren Vertreter:innen aus Gesundheitsämtern dabei und wir hatten Unterstützung durch D-Trust und die gematik. Im Co-Creation-Workshop ging es um die Telematikinfrastruktur im Kontext unterschiedlicher Arbeitsbereiche im Gesundheitsamt. Unser informelles Veranstaltungskonzept wird sehr wertgeschätzt, weil es viele Möglichkeiten zum Austausch bietet. Wir sind insgesamt sehr zufrieden“, so Jessica Paul-Mesch, Referentin bei ÖGD Connect.
Josefina Lehner, Gesamtprojektkoordination des Projekts ÖGD Connect, zeigte sich begeistert: „Es war inspirierend zu erleben, wie viele verschiedene Perspektiven zusammenkamen und wie entscheidend das engagierte Teamwork zum Gelingen beigetragen hat. Ein großer Dank geht an das gesamte Team. Dieser offene Austausch zeigt das große Potenzial, das in der Vernetzung rund um TI steckt.“
„Der Tag in Hamburg heute hat wieder gezeigt, wie notwendig der Austausch untereinander ist – auch, um diese vielen Einzellösungen zu verhindern, und damit der ÖGD für kommende Krisen gut aufgestellt ist. Wir sind noch lange nicht am Ende der TI und Digitalisierung, auch wenn die Förderung leider ausläuft“, schloss Dagmar Starke die Veranstaltung.
Interessierte können sich an das Veranstaltungsbüro der AÖGW wenden oder eine E-Mail an Connect@akademie-oegw.de schreiben, um weitere Infos und Materialien zur Veranstaltung zu erhalten.
ÖGD Kommunal Connect ist eines von fünf Kollaborationsformaten des AÖGW-Projekts ÖGD Connect, welches im Rahmen des BMG-Förderschwerpunkts „Förderung von Maßnahmen zur Steigerung und Weiterentwicklung des digitalen Reifegrades des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland“ von der Europäischen Union – NextGenerationEU – finanziert wird.
