Neues E-Learning zur elektronischen Patientenakte im ÖGD
Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) hat ein E-Learning zur elektronischen Patientenakte (ePA) fertiggestellt. „ePA im ÖGD“ steht auf der AÖGW-Lernplattform Moodle ab sofort kostenlos zur Verfügung. Der interaktive Kurs beantwortet in rund 45 Minuten die wichtigsten Fragen zur ePA.

Die ePA ermöglicht die sichere, standardisierte und sektorenübergreifende Nutzung von Gesundheitsdaten. In ihr werden medizinische Daten wie Entlassberichte aus Krankenhäusern, Laborwerte oder Bescheide zentral gespeichert und berechtigten Leistungserbringenden digital sowie vertraulich nach hohen Sicherheitsstandards zur Verfügung gestellt. Die ePA verbessert Informationsflüsse und Entscheidungsprozesse im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) und ist damit ein zentraler Baustein einer zeitgemäßen Gesundheitsversorgung.
Das neue E-Learning vermittelt einen praxisnahen Überblick über die Funktionen der „ePA für alle“ sowie ihre Einsatzmöglichkeiten im ÖGD. Anhand konkreter Beispiele, etwa aus dem Infektionsschutz oder der Schuleingangsuntersuchung, veranschaulicht dieser Kurs, wie die ePA den Arbeitsalltag im Gesundheitsamt effizienter gestalten kann. Ergänzend behandelt das E-Learning technische Grundlagen wie die Telematikinfrastruktur (TI), die den Zugriff auf die ePA ermöglicht.
Maike Frieben und Torsten Hoffmann (gematik) sowie Frank Naundorf (AÖGW) unterstützten mit ihrer fachlichen Expertise bei der Entwicklung des E-Learnings.
„Die ePA hat das Potenzial, sich zum Gamechanger in der Versorgung zu entwickeln. Die Nutzung der ePA eröffnet den Gesundheitsämtern viele Chancen, Aufgaben effizienter zu erledigen, zum Beispiel bei Begutachtungen oder im Infektionsschutz, wenn es etwa um die Übersicht über Impfungen geht", schätzt Naundorf die Rolle der ePA für den ÖGD ein.
Der Kurs richtet sich an Mitarbeiter:innen und Entscheidungsträger:innen im ÖGD, die mehr über die ePA erfahren wollen.
Die Entwicklung des E-Learnings fand im Rahmen des Projektes ÖGD Connect statt. ÖGD Connect wird als Teil des BMG-Förderschwerpunkts „Förderung von Maßnahmen zur Steigerung und Weiterentwicklung des digitalen Reifegrades des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland“ von der Europäischen Union – NextGenerationEU – finanziert.
