Neues E-Learning zu Leitungsbetrug, auch CEO Fraud genannt
CEO Fraud gilt als die international bekannteste Form des Betrugs. CEO Fraud kann übersetzt werden mit „Betrug im Namen der Unternehmensführung“. Im Gesundheitswesen betrifft diese Methode nicht nur Geschäftsführungen, sondern Leitungspersonen jeder Art. Das E-Learning verwendet daher den Begriff „Leitungsbetrug“ und zeigt die typischen Merkmale und Methoden dieser Betrugsmasche auf.

Insbesondere Einrichtungen des Gesundheitswesens sind für Betrügende interessant. Hier können besonders sensible persönliche Gesundheitsdaten abgegriffen werden, der hohe Zeitdruck im Arbeitsalltag vieler Gesundheitsinstitutionen schafft „gute“ Bedingungen für die betrügerische Strategie. So werden Entscheidungen in der Regel rasch getroffen, ohne die Hintergründe und Zusammenhänge zu hinterfragen. Zudem müssen in Gesundheitsämtern im meldepflichtigen Infektionsfall viele Fristen eingehalten werden, was den Zeitdruck zusätzlich erhöht.
Eine einzige gefälschte E-Mail kann viel Schaden anrichten, der oft erst nach Wochen und Monaten zu Tage tritt. Abfließende sensible Daten oder vertrauliche Informationen sowie auf falsche Konten umgeleitete Geldüberweisungen können eine Institution oder Behörde nachhaltig schädigen.
In diesem E Learning lernen Mitarbeitende im Gesundheitswesen in rund 20 Minuten, wie Leitungsbetrug (CEO Fraud/Business E Mail Compromise) funktioniert, welche Risiken für Patientendaten, Meldedaten, Finanzen und Reputation entstehen – und wie sich verdächtige Anfragen im Arbeitsalltag sicher erkennen und abwehren lassen. Der Kurs vermittelt praxisnah Security Awareness sowie klare Prüf- und Verifizierungsroutinen und stärkt damit nachhaltig die Cyber Security, den Schutz sensibler Gesundheitsdaten und die Resilienz gegen Social Engineering.
Kursabsolvierende erfahren, was sich hinter den Begriffen „E-Mail-Spoofing“ oder „Engineering“ verbirgt und welche Rolle psychologische Aspekte im Betrugsgeschehen spielen. Ein 3-Schritte-Notfallplan gibt Sicherheit für viele Situationen im Alltag, die sich auf den ersten Blick nicht einordnen lassen. Das Gelernte wird im interaktiven Kurs mit Quiz- und Frageelementen überprüft und verfestigt
Gefördert durch Mittel der Europäischen Union haben die Länder Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt acht E-Learnings zu IT-Sicherheits- und Datenschutzkursen entwickeln lassen. Die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) bietet die Kurse den Gesundheitsämtern über ihre Moodle-Lernplattform an. Sie sind kostenfrei – nicht nur für die Mitarbeitenden in Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt, sondern in allen 13 Trägerländern der AÖGW. Für alle anderen kostet ein Kurs jeweils 9,95 Euro.
