Neuer E-Learning-Kurs zum „Risikomanagement in der Trinkwasserhygiene“

Mit zehn Modulen ist der neue E-Learning-Kurs „Risikomanagement in der Trinkwasserhygiene“ ein attraktives Angebot insbesondere für Mitarbeitende in Gesundheitsämtern, die sich zum Thema fortbilden möchten. Der Kurs bereitet Teilnehmende auf die Aufgaben vor, die mit den Anforderungen aus der im Juni 2023 in Kraft getretenen Trinkwasserverordnung zukünftig auf sie zukommen.

Grafik mit Personen vor den Logos der AÖGW und des UBA.
AÖGW

Erarbeitet wurde das neue E-Learning der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) in Zusammenarbeit mit dem Umweltbundesamt (UBA). Hintergrund ist sie novellierte Trinkwasserverordnung (TrinkwV): Sie verpflichtet Wasserversorger:innen dazu, Gefährdungen und Gefährdungsereignisse in ihren Versorgungssystemen zu identifizieren, deren Risiken zu bewerten und gegebenenfalls Kontrollmaßnahmen zu definieren und umzusetzen, die negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung verhindern. Aufbauend auf der Risikoabschätzung schlagen die Versorger:innen eine Anpassung oder Beibehaltung des Untersuchungsplans vor.

Die Dokumentation des Risikomanagements und des Vorschlags wird durch die zuständigen Gesundheitsämter geprüft. Das neue E-Learning vermittelt Aufbau, Planung und Ablauf einer Risikoabschätzung, eines Risikomanagements sowie der Beibehaltung oder Anpassung des Untersuchungsplans nach TrinkwV. Dabei geht es auch um Besonderheiten bei der Überprüfung.

Von September 2025 bis Februar 2026 arbeiteten die Akademie und das UBA gemeinsam an dem umfangreichen Selbstlernangebot. Initiiert wurde die Kooperation von Daniel Junge, Referent für Umwelt, Trinkwasser und Hygiene an der AÖGW. Junge hat in der Vergangenheit auf Grundlage von UBA-Schulungsmaterialien mehrtägige Präsenzschulungen zum Thema „Risikomanagement in der Trinkwasserhygiene“ organisiert – das neue Online-Format bietet alle Inhalte der Präsenzschulung und kann perspektivisch mit einem Vor-Ort-Termin kombiniert werden, um einen kollaborativen Austausch zu ermöglichen.

Die fachliche Leitung des E-Learning-Kurses lag bei Bettina Rickert und Laura Huber vom UBA. Die Expertinnen haben die Kursmaterialien zur Verfügung gestellt und alle fachlichen Inhalte erarbeitet und geprüft. Im Kurs selbst kommen Rickert und Huber in Videoinhalten und als Avatare zu Wort. Was den Austausch mit der AÖGW angeht, sind sich die beiden einig: „Die Zusammenarbeit mit dem E-Learning-Team war klasse und hat uns unglaublich viel Spaß gemacht.“ Auch die Rückmeldungen der ersten Nutzer:innen des Kurses sind positiv. Jörg Reimuth vom Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Potsdam lobt das „sehr gute Konzept“ des E-Learnings: „Die Bedienung ist einfach, selbsterklärend und die Module sind gut aufeinander aufgebaut.“

Das Projektmanagement und die mediendidaktische Aufbereitung der Lerninhalte hat Johanna Flick verantwortet, Leiterin des E-Learning-Teams der AÖGW. Unterstützt wurde sie von ihren Kolleginnen Alexandra Malinka und Ireen Noeckel-Petersen, die das Design und die Grafiken erstellt und außerdem die Videoproduktionen realisiert haben. Multimediaentwickler Sebastian Hubach von der AÖGW verlieh diversen Animationsvideos eine Stimme und wertete den Kurs mit interaktiven Lernbausteinen auf.

Der umfangreiche E-Learning-Kurs „Risikomanagement in der Trinkwasserhygiene“ richtet sich vor allem an Mitarbeiter:innen in Gesundheitsämtern, aber auch für Wasserversorgungsunternehmen und weitere Einrichtungen können die Informationen sehr hilfreich sein. Das Online-Format steht ab sofort über die Moodle-Plattform der AÖGW zur Verfügung und ist für Mitarbeitende im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) aus den Trägerländern und -institutionen der Akademie kostenfrei. Weitere Interessierte können den Kurs gegen eine Gebühr von 199,95 Euro absolvieren.

Der Kurs besteht aus zehn Modulen inklusive eines Prüfungsmoduls und hat einen Umfang von rund 300 Lernminuten (abhängig von Vorkenntnissen und Lerngeschwindigkeit), die sich auf 30 bis 45 Minuten je Modul verteilen. Wer das Prüfungsmodul besteht, erhält ein Zertifikat der AÖGW.

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