Erstes Impfsymposium bringt rund 200 Mitarbeitende des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zusammen

Wie kann der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD)dazu beitragen, Impfquoten zu steigern und Impflücken zu schließen? Rund 200 Teilnehmende und 19 Referierende aus dem gesamten Bundesgebiet kamen für zwei Tage digital zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best-Practice-Beispiele rund um das Impfen zu diskutieren.

Foto eines Mannes in einer Online-Konferenz vor dem Laptop
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Unter dem Titel „Impfen im Öffentlichen Gesundheitsdienst – mehr als nur subsidiärer Auftrag“ fand am 22. und 23. September das erste digitale Impfsymposium der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW) statt.

Die Referierenden kamen aus allen Bereichen des ÖGD – von Mitgliedern der Ständigen Impfkommission (STIKO) bis hin zu Leiter:innen ländlicher Gesundheitsämter. Auch thematisch war das Programm breit gefächert. Auf der Agenda standen unter anderem aktuelle Impfquoten, ein Einblick in die Arbeitsweise der STIKO und die Impfempfehlungen für den Herbst. Mehrere Gesundheitsämter stellten zudem praktische Beispiele für Impfsprechstunden vor. Weitere Beiträge widmeten sich den rechtlichen Grundlagen des Impfens im ÖGD, Reiseimpfungen und dem Umgang mit Impfzwischenfällen im Gesundheitsamt.

Ein besonderer Schwerpunkt der Online-Veranstaltung lag auf der Masernimpfpflicht. Erfahrungsberichte aus dem Gesundheitsamt Köln und dem Gesundheitsamt Hamburg-Mitte wurden dabei durch die Perspektive des Robert Koch-Instituts ergänzt. Auch die Frage, wie Impfungen verständlich und zielgruppengerecht kommuniziert werden können, spielte eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wurden aktuelle Studien und Projekte vorgestellt – darunter die Impress-Studie und Vorhaben zur besseren Erreichung vulnerabler Gruppen. Den Abschluss bildeten Erkenntnisse aus der diesjährigen Nationalen Impfkonferenz und ein Ausblick auf das geplante HPV-Impfjahr 2028.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war durchweg positiv. Entsprechend kam bereits während des Symposiums die Frage auf, wann die nächste Veranstaltung stattfinden wird. Für das Organisationsteam steht fest, dass das Format eine Fortsetzung verdient. Denn auch wenn Impfungen überwiegend in ambulanten Praxen stattfinden, kann der ÖGD einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Impfquoten zu steigern und Impflücken zu schließen.