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Erstellen eines Zahn-Gesundheitsberichtes (Z2)
Terminverschiebung: 28.-30.11.2012 Hannover, 24.-26.4., Kassel, Programm (pdf)
Die kommunale Gesundheitsberichterstattung (GBE) ist in nahezu allen Bundesländern als Pflichtaufgabe verankert. Sie zielt darauf ab, über die gesundheitliche Lage der Bürgerinnen und Bürger zu informieren. Die Berichte zeigen Handlungsbedarfe auf und beinhalten Empfehlungen an Politik und Verwaltung. Somit können sie als Grundlage für Entscheidungen herangezogen werden. Im Rahmen der dreitägigen Veranstaltung ist es das Ziel, einen eigenen Zahn-Gesundheitsbericht weitestgehend vorzubereiten. Im ersten Schritt erfolgt die Planung. In praktischen Übungen werden dann Recherchen angestellt zur eigenen Bevölkerung, Strukturdaten der Kommune, Sozialindikatoren etc. Der Aufbau des Berichtes wird im Detail geplant. Die Beschreibung der eigenen Daten erfolgt in praktischen Übungen am zweiten Tag. Dabei wird die eigene Stichprobe dargestellt (Kinder, Klassenstufen etc.). Am Nachmittag des zweiten Tages stehen erste Auswertungsschritte auf dem Programm. Hier soll neben den klassischen Berechnungen des dmf-t/DMF-T auch geprüft werden, welche alternativen Indices verwendet werden oder welche Darstellungsmöglichkeiten zu einer anschaulicheren Beschreibung führen können. Am dritten Tag steht die Interpretation der Daten an. Darüber hinaus sollen Qualitätskriterien für einen guten Gesundheitsbericht präsentiert werden.
Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zahnärztlichen Gesundheitsdienstes sowie Beschäftigte, die Gesundheitsberichte erstellen. (Voraussetzung ist das Mitbringen eigener Daten in einem kompatiblen Datenformat Excel, Access, Open Office, EpiData, EpiInfo, STATA, SPSS sowie ein Laptop.)
Zahnärztinnen und Zahnärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie für die Gesundheitsberichterstattung zuständige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Veranstaltungsleitung: Dr. phil. Dagmar Starke, Dr. med. dent. Pantelis Petrakakis, Dr. med. dent. Christoph Hollinger
„Forum öffentliche Zahngesundheit“
Interdisziplinäre Kooperation im Zahnärztlichen Gesundheitsdienst Beispiele und Möglichkeiten (Z3), Programm (pdf)
Termin: 13-14.6.2012, Düsseldorf
Zahlreiche Untersuchungen bestätigen den Zusammenhang zwischen Zahngesundheit und sozialer Lage. Es tritt deutlich zutage, dass die Erhaltung der Zahngesundheit weit über das biomedizinische Verständnis einer einfachen symptomatischen Krankheitsbekämpfung mittels der klassischen zahnärztlichen Prävention hinausgeht. Die Lehrpläne der zahnmedizinischen Fakultäten in Deutschland beinhalten in erster Linie eine Vermittlung biomedizinischer Sichtweisen von Gesundheit und Krankheit. Die Vermittlung fachfremder Inhalte, Denkweisen, Terminologien und Kompetenzen gehört nicht zu den erklärten Ausbildungszielen universitärer Lehre. Zur Umsetzung einer sozialen Zahnmedizin ist es daher wichtig, die präventionsorientierte, biomedizinische Sichtweise von Krankheit um die Perspektive einer umfassenden Gesundheitsförderung und dem Verständnis psycho-sozialer Faktoren bei der Krankheitsentstehung zu erweitern. Da der Gesundheitssektor alleine nicht in der Lage ist, die Voraussetzungen und Perspektiven für die Gesundheit zu garantieren, ist das koordinierte Zusammenwirken und die Kooperation verschiedener Akteure notwendig. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte der kommunalen Gesundheitsdienste sind durch ihre Möglichkeiten zur Vernetzung und Kooperation mit Akteuren unterschiedlicher Fachdisziplinen in der Lage, an einer umfassenden Gesundheitsförderung gestaltend mitzuwirken. Eine kontinuierliche Qualifikation und die Integration von Kenntnissen anderer Fachdisziplinen in das Tätigkeitsspektrum der Zahnärztlichen Gesundheitsdienste sind dazu notwendig. Interdisziplinarität schult den Blick für fremde Sichtweisen und ermöglicht das Erkennen größerer Zusammenhänge. Anhand konkreter Beispiele sollen Möglichkeiten und Grenzen interdisziplinärer Kooperationskonzepte und Kooperationsmöglichkeiten mit verschiedenen Bereichen, wie z. B. der Logopädie, Gynäkologie, Pädiatrie und Jugendhilfe aufgezeigt werden. Ein besonderer Fokus der Veranstaltung wird auf die Früherkennung von Kindeswohlgefährdung gelegt werden.
Zielgruppe: Zahnärztinnen und Zahnärzte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Zahnärztlichen Dienste
Veranstaltungsleitung: Dr. Wolfgang Müller, Dr. med. dent. Pantelis Petrakakis
"Forum Öffentliche Zahngesundheit"
Hygiene im Zahnärztlichen Gesundheitsdienst - Grundlagen, Management und praktische Umsetzung (Z4)
Termin: 18-19.6.2012, Düsseldorf
Mit der Einführung des Medizinproduktegesetzes (MPG), der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) sowie der letzten Änderung der RKI-Richtlinien, insbesondere zu den Anforderungen bei der Aufbereitung von Medizinprodukten, sowie durch die fortschreitenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, haben sich für die Infektionsprophylaxe im Bereich der Zahnheilkunde in den letzten Jahren deutliche Veränderungen ergeben. Dies betrifft auch die Zahnärztlichen Gesundheitsdienste, die als Teil der unteren Gesundheitsbehörde im besonderen Maße dafür Sorge tragen, dass die Bestimmungen fachlich und rechtlich umgesetzt werden. Jederzeit kann dieser Aufgabenbereich, insbesondere bei vermeintlichen oder tatsächlichen Defiziten in den Fokus der Öffentlichkeit geraten dies umso mehr in Zeiten multiresistenter Keime und Pandemieszenarien.
Voraussetzungen für eine dem Wissensstand entsprechende Erfüllung der Vorgaben sind neben einer fundierten Wissensgrundlage zu den möglichen Infektionserkrankungen und deren Übertragungswegen umfangreiche Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der Organisation, der Durchführung und der Dokumentation der erforderlichen hygienischen Maßnahmen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist hierbei besonders auf die Notwendigkeit eines Qualitätsmanagements hin.
Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Zahnärztlichen Diensten, Zahnärztinnen und Zahnärzte
Veranstaltungsleitung: Dr. med. Wolfgang Müller, Dr. med. dent. Pantelis Petrakakis
"Forum Öffentliche Zahngesundheit"
Neue Aufgaben für den Zahnärztlichen Gesundheitsdienst im Fokus: Alterszahnmedizin/Infektionsschutz/Patientenberatung (Z6)
Termin: 26.-27.11.2012, Düsseldorf
Die deutliche Verbesserung der Zahngesundheit, die sich besonders in der Altersgruppe der 12-Jährigen zeigt, ist ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung präventiver Programme in der Jugendzahnpflege in Deutschland. Um dieses „Erfolgsmodell“ und die daran geknüpften Arbeitsplätze in den Zahnärztlichen Gesundheitsdiensten und den lokalen Arbeitskreisen nicht zu gefährden, wird häufig die Auffassung vertreten, dass sich die Hauptaufgabe der Zahnärztinnen und Zahnärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst in der gruppenprophylaktischen Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und Schulen erschöpfen solle im Sinne einer ausschließlichen Jugendzahnpflege.
Gesellschaftliche und gesundheitspolitische Entwicklungen stellen die Zahnärztlichen Gesundheitsdienste jedoch vor neue Herausforderungen. Die Konsequenzen des demografischen Wandels sowie immer knapper werdende Ressourcen im Gesundheitswesen erfordern eine Erweiterung des beruflichen Spektrums und den kontinuierlichen Erwerb zusätzlicher Kenntnisse und Kompetenzen. Die Weiterentwicklung organisatorischer und personeller Fähigkeiten sowie die Erweiterung der Zielgruppen und Aufgaben zahnärztlicher Tätigkeit in der Kommune sind zwingend erforderlich, um zu dem nachhaltig wirksamen und strategisch wichtigen Konzept der lebenslangen Mund- und Zahngesundheit beizutragen. An aktuellen Beispielen, wie der „Unabhängigen Patientenberatung“, der „Begehung in Zahnarztpraxen nach dem Infektionsschutzgesetz“ oder der „Alterszahnmedizin“ sollen Impulse gesetzt sowie Möglichkeiten und Perspektiven neuer Aufgaben im Zahnärztlichen Gesundheitsdienst aufgezeigt werden. Für Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits in diesen oder anderen neuen Tätigkeitsfeldern betätigen, bietet die Veranstaltung ein gutes Forum zum Erfahrungsaustausch.
Zielgruppe: Zahnärztinnen und Zahnärzte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Zahnärztlichen Diensten
Veranstaltungsleitung: Dr. med. Wolfgang Müller, Dr. med. dent. Pantelis Petrakakis
Gutachtenseminare und Workshops
Gutachtenseminar für Zahnärztinnen und Zahnärzte (Z1)
Spezielle Aspekte der Begutachtung im Zahnärztlichen Gesundheitsdienst
Termin: 19.-21.3.2012, Düsseldorf
Die gutachterliche Tätigkeit bildet neben Präventionsmaßnahmen einen weiteren Anteil an der täglichen Arbeit der Zahnärztin und des Zahnarztes im Kommunalen Gesundheitsdienst. Gutachtenauftraggeber sind die eigene Kommune als Sozialleistungsträger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und als Dienstherr nach dem Beamtenrecht sowie weitere Behörden der öffentlichen Verwaltung.
In diesem Seminar werden spezielle Begutachtungsaspekte und aktuelle Entwicklungen bearbeitet. Dabei geht es um Fallbearbeitung zu Begutachtungsanlässen nach den Rechtsbereichen, die für die konkrete Arbeit im Gesundheitsamt von Bedeutung sind, wie z.B. dem Beihilferecht und damit implizit dem Recht der GKV, wie auch um Begutachtungssituationen im Sozialhilfebereich. Für die Begutachtung wichtige zahnmedizinische Themen, aktuelle Entwicklungen, Fragen und Probleme aus der Praxis der Teilnehmenden werden ebenfalls berücksichtigt.
Ein Teil der zahnärztlichen Weiterbildung besteht aus der erfolgreichen Teilnahme an den drei Kursmodulen „Öffentliche Gesundheitssicherung“, „Management im öffentlichen Gesundheitswesen“ und „Epidemiologie“ im Rahmen des Weiterbildungskurses zum/zur Facharzt/-ärztin für Öffentliches Gesundheitswesen (siehe unter A1-A3).
Ein weiterer Teil der theoretischen Weiterbildung umfasst die Aneignung von Spezialkenntnissen zum Sachverständigen- und Gutachtenwesen (Dauer: insgesamt 10 Tage).Der o. g. Kurs ist Bestandteil der zahnarztspezifischen theoretischen Weiterbildung. Einen weiteren Abschnitt finden Sie unter „Gutachtenworkshop für Zahnärztinnen und Zahnärzte“(siehe unter Z5).
Die Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Weiterbildung und Prüfung zum Zahnarzt und zur Zahnärztin für öffentliches Gesundheitswesen (WOZÖGW) vom 21.11.1991 des Landes Nordrhein-Westfalen.
Zielgruppe: Zahnärztinnen und Zahnärzte
Veranstaltungsleitung: Dr. med. Wolfgang Müller, Dr. med. dent. Pantelis Petrakakis
Gutachtenworkshop für Zahnärztinnen und Zahnärzte (Z5)
Termin: 1.-2.10.2012, Düsseldorf
Die gutachterliche Tätigkeit für interne und externe Kostenträger ist gemäß Bundes- bzw. Landesrecht ein wesentlicher Aufgabenbereich für die Zahnärztinnen und Zahnärzte der unteren Gesundheitsbehörden. Dabei nehmen gutachterliche Stellungnahmen für interne Kostenträger, wie kommunale Beihilfestellen und Sozialämter, den größten Raum ein. Zentrale Fragestellungen zahnärztlicher Begutachtungstätigkeit sind dabei die Beurteilung zahnärztlicher Versorgungsmaßnahmen unter Berücksichtigung der Beihilfeverordnung sowie zahnmedizinischer Hilfen für Menschen, auf die das Asylbewerberleistungsgesetz Anwendung findet. Die Beihilfebestimmungen des Bundes und der Länder sowie das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) sind hierbei grundlegend. Notwendigerweise werden außerdem die Rechtsbereiche der privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen berührt, so dass die Gebührenordnung für Zahnärzte und Ärzte (GOZ/GOÄ) und das Festzuschuss-System der gesetzlichen Krankenversicherung weitere wichtige Rechtsgrundlagen darstellen. Ziel der zweitägigen Veranstaltung ist daher, anhand praktischer Fallbeispiele der Referenten und Teilnehmer auf fachliche, verwaltungsrechtliche und gesetzliche Besonderheiten bei der gutachterlichen Tätigkeit einzugehen. Dieser Workshop setzt Basiskenntnisse der Begutachtungspraxis voraus.
Zielgruppe: Zahnärztinnen und Zahnärzte
Veranstaltungsleitung: Dr. Wolfgang Müller, Dr. med. dent. Pantelis Petrakakis
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